Der Steirische Snowboardcup 2006/07 ist Geschichte

Viele Erfolge der Lipizzaner und umso weniger Schnee kennzeichneten den Steirischen Landescup 2006/2007.

Trotz des Schneemangels musste heuer nur ein Rennen (PSL Fischbach) abgesagt werden. Die Zusammenarbeit mit den Kärntnern, Lungauern und Burgenländern ist äußerst befruchtend für alle Seiten: Es gibt ein dichteres Starterfeld, das Niveau ist eindeutig gestiegen und die organisatorischen Mühen verteilen sich auf mehrere Schultern.

Dies ist ein einzigartiges Experiment im ÖSV, es werden die Horizonte über die Bundesländergrenzen erweitert, Flexibilität und Toleranz ist gefragt, darauf kann die Boarderfamily wirklich stolz sein.

Sehr gelungen ist das Wirken des eigenen Zeitnehmungsteams aus dem oberen Murtal, welches mit eigenem Equipment (Zeitnehmung, Startmaschine) zu den Rennen anreist, sodaß den durchführenden Vereinen große Teile der Durchführungsarbeit abgenommen werden. Ein Dank an die Burschen an dieser Stelle! Die Gesamtstarterzahl lag heuer jenseits der 200er-Marke und dies ohne die Schummelkosmetik der letzten Jahre, wo das erste LC Rennen in Haus als Training für das EC Rennen ein paar Tage später am selben Hang benützt wurde.

Zum Sportlichen aus Sicht der Lipizzaner:
Gratulation an alle Fahrer und Fahrerinnen in unserem Team. Als wir vor 2 Jahren als Altherrenpartie den Verein gründeten, waren die Ziele für die ersten 5 Jahre weit bescheidener gefasst.
Umso erfreulicher die heurige Bilanz im Styriacup:

Auner Arvid (97) musste seine Klasse in Kärnten aufblitzen lassen, da es im Steirischen Cup leider keine Kinderwertung gibt. Hervorzuheben sein 2. Platz beim BX auf der Simonhöhe. Der erste Platz wurde vergeben, da er sich im 2. DG weigerte den Chickenrun um den letzten Sprung zu fahren. Wie die Großen nahm er den letzen Kicker, kam zu Sturz und rettete den 2. Pl ins ziel. Bravo arvid- mut kann man nicht kaufen.

Schüler I

Gmeiner Michi (94) war der konstanteste unserer 4 Musketiere. Mit 2 Siegen gewann er mit 3 Punkten Vorsprung vor Schneeberger Luki(94), der zwar 3 Siege einfuhr- darunter den Steirischen Meistertitel im PSL – aber krankheitsbedingt bei einem Rennen fehlte. Stiegelbauer Michi (94) gewann den Steirischen Meistertitel im PGS, hatte sonst eine „durchwachsene „Saison und wurde dennoch hervorragender Vierter in der Gesamtwertung. Sensationell in seiner ersten Saison ist der fünfte Platz von Mayer Martin (94), er stieß erst im Jänner zu den Lipizzanern und schaffte den Umstieg auf Hardboots und Raceboard hervorragend. In dieser Klasse reden die 4 Musketiere auch österreichweit in der Rangliste ein ordentliches Wörtchen mit.

Jugend I

Paier Martin (90) holte sich durch Konstanz den Gesamtsieg in dieser Klasse. Wenn man bedenkt, dass der Renneinstieg erst letzte Saison erfolgte, ist diese Leistung umso erstaunlicher.

Jugend II

Gerli Offenmüller (88) holte sich den 3. Platz in der Gesamtwertung, obwohl das Rennschicksal in den Parallelbewerben nicht immer auf ihrer Seite stand. Minarik Andrea(89) hat heuer durch extremen Trainingseinsatz technisch sicher die größten Fortschritte gemacht. Trotz mehrfacher Blessuren war der Einsatzwille enorm. Gratulation zum 4. Gesamtrang. Beiden Damen ist hoch anzurechnen, dass – trotz Maturastress – Training und Rennserie unter einen Hut gebracht wurden.

Kislinger Sebastian(88) erlebte die klassische Konsolidierungssaison eines angehenden Spitzenläufers. Durch Bundesheer zeitlich begrenzt, fehlten die notwendigen wöchentlichen Trainingstore, sodaß an den Rennwochenenden die klassische reaktive Übermotivation zu entsprechenden Fehlern führte. Tatsache ist, dass der Groundspeed absolut vorhanden ist, ebenso die körperliche Fitness. auch wenn der 2. Gesamtrang sicher nicht das sportliche Ziel darstellt, einige Laufzeiten lagen mitten in der österreichischen Nachwuchsspitze. „Persönlich gewachsen bin ich nur in den Tiefs und nicht mit den Siegen“ (Felix Gottwald).

Allgemeine Klasse

Bernhardt Eva (?) hat trotz intensiver Hochzeitsvorbereitungen an einigen Rennen und Trainings teilgenommen. Auch wenn diese Klasse nicht überbesetzt war- den Gesamtsieg muß man erst einfahren !

Stockner Manfred(82) ist erst heuer vom exzellenten Freecarver zum Rennlauf gewechselt. Beeindruckend der eiserne Wille, das Stangenfahren zu erlernen. Von seiner Athletik können einige Spitzenfahrer nur träumen. Gratulation zum 6. Gesamtrang.

Mastersklasse

Kainz Sigi (68) konnte die heiß umkämpfte Mastersklasse für sich entscheiden. Obwohl das letzte Rennen auf der Unfallchirurgie in Schwarzach endete, war ihm der Gesamtsieg nicht mehr zu nehmen. Bei der Ötzi WM ist er wieder fit.

Kollegger HP fuhr noch vor dem Steirischen Meister Schneidhofer Reini aus Fischbach auf den 5. Gesamtrang. Sensationell sein Viertelfinallauf gegen Markus Glettler bei den Steirischen MS im PSL am Gaberl, als er sich dem späteren Sieger nur ganz knapp geschlagen geben musste.

Die restlichen alten Herren, Kotnik Fritz, Bloder Hans, Christof Rotwangl und der Autor hoffen auf weniger Wehwehchen und mehr Zeit in der nächsten Saison.

Hang loose & meet friends
Bernd Wieser

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