Kasberg Heroes

Als Held wird man nicht geboren!

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Es sind immer die Umstände, die bei manchen Menschen jenes Verhalten produzieren, welches schon seit dem Gilgamesch-Epos und später durch Homer oder in den klassischen mittelalterlichen Rittersagen als „heldenhaft“ beschrieben wurde.

Dieses Verhalten ist charakterisiert durch persönlichen MUT aber nur in Kombination mit VERANTWORTUNG anderen gegenüber.

Der mythische Held wird meist durch den Willen anderer in fast schicksalhafte Umstände gezwungen, die ihn dann zum Helden werden lassen.

So trafen Junker Fabian und Junker Arvid – erzwungen durch dunkle Willkür der Mächtigen – auf fast übermenschlich schwerem Terrain aufeinander, um sich mit ihren scharfen Kanten zu messen. Als Fabian ein durch die übermäßige Steilheit bedingtes Missgeschick widerfuhr, und er gegen die Regeln der Turnierkunst vor die Hufe von Arvid geriet, versuchte dieser den am Boden liegenden Gegner nicht zu verletzten. In einem gewagten Ausweichmanöver kam es nur zu einem Touché der Kanten, allerdings auch zu einem fast lebensgefährlichem Abwurf des Manöverkünstlers.

Wer erleben durfte wie Fabian während der Erstversorgung versuchte, mit seinem Körper im eisigen Steilhang die Unfallstelle und damit Arvid von oben abzusichern, wer ihn nach Abflug des Helikopters in Sorge um seinen Gegner weinen sah, wenn ein blasses Gesicht in einem Akja fragt, ob dem Fabian nichts passiert ist, wenn die erste Meldung nach einer ordentlichen Dosis Röntgenstrahlen, die Forderung nach der Telefonnummer des Gegners ist, einfach um diesem zu versichern, dass er keine Schuld trägt – dann vergisst mann die paar grauen Haare mehr und glaubt an Achill und Hektor, an König Arthurs Tafelrunde und daran, dass es auch heute noch Helden gibt.

Thanks to Arvid and Fabian

Bernd Wieser(ergraut)

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