Lipizzaner auch in Kärnten erfolgreich

Die österreichische Snowboard-Elite trifft sich auf der Simonhöhe.

Lipizzaner auch in Kärnten erfolgreich 
Heisse Duelle auf der Simonhöhe

Am 7.1 fand ein PGS auf der Simonhöhe im Herzen Kärntens statt. Das Rennen zählte nicht nur zum steirischen und Kärntner Landescup, sondern war auch das erste Rennen der Austria-Trophy. Diese besteht aus einem Mix aus rein innerösterreichischen Rennen und internationalen FIS Rennen, welche in Österreich stattfinden. Die Trophy ist für fortgeschrittene Nachwuchsläufer gedacht, um einen leichteren Übergang von den Landescuprennen zu den internationalen FIS Bewerben für unsere talentiertesten Racer zu schaffen. Weiters stellt die Trophy eines von mehreren Kriterien für die Qualifikation für den österreichischen Nachwuchskader und den B-Kader dar.

In den Schülerklassen dient sie außerdem mit den rein innerösterreichischen Rennen dem Vergleich aller österreichischen Rennläufer dieser Altersgruppe.

Das Wetter war göttlich, die Pistenverhältnisse – trotz Schneemangels – super und das Starterfeld mit über 120 Racern entsprechend groß. Und bis auf die Vorarlberger waren alle da, Stams und Schladming schickten ihre Elite, genauso wie die engagierten Vereine aus allen Bundesländern.

Mit einem Wort: Was Österreich derzeit im Nachwuchsbereich zu bieten hat, war am Start.

Vorab ein Kompliment dem St. Veiter Club, der das Rennen vorbildlich organisierte. Aber die Lipizzaner hatten eine Woche zuvor bei den Steirischen Meisterschaften die Latte diesbezüglich ziemlich hoch gelegt. Unter den Augen des sportlichen Leiters und Cheftrainers im ÖSV Marian Schlechter legten sich die Läufer besonders ins Zeug. Er hat die Nachwuchsarbeit im Verband zur Chefsache erklärt und setzte sich massiv für die Schaffung der Austria-Trophy ein. Erfreulich für die Vereine, wenn ihre Arbeit direkt vor Ort von oberster Stelle honoriert wird. Hier weht ein neuer Wind im Verband!

Zum Rennen:

Trotz Ausfalls von Luki Schneeberger, Christoph Rotwangl (beide krank), Gerlinde Offenmüller (verletzt) und Ulli Knaus, zeigten die restlichen Lipizzaner kräftig auf! Arvid Auner in der Kinderklasse II machte mit seinem 2. Platz inmitten der Kärntner Jüngsten den Anfang. Einen Doppelsieg gab es bei den Schülern I! Diesmal setzte sich Michi Gmeiner gegen „Stieglitz“ Stieglbauer durch, es war sein erster Sieg. Die Sensation lieferten beide allerdings im Schüler-Finale der besten Acht, bei dem die Schüler I und die Schüler II zusammen gewertet werden.

Sie drangen gegen die um 2 jahre älteren bis unter die letzten 4 vor und trafen im Semifinale aufeinander. Michl setzte sich diesmal durch. Gegen die beiden älteren Kärntner Schülerasse Widnig und Krebs gaben sie trotz Niederlagen eine gute figur ab.

Eva Bernhardt fuhr unter die besten 8 Damen und belegte nach knapper Niederlage im Viertelfinale den 2. Platz in der Allgemeinen Damenklasse. Andrea Minarik baute gleich im ersten Quali-Run einen bösen Sturz und holte sich schlimme Prellungen. Gott sei Dank passierte nichts Schlimmeres. Kopf hoch Andrea. Paier Martin hatte nicht seinen besten Tag. Er schied nach einem Steher im ersten Run durch Torfehler im zweiten Heat aus. Es kommen noch andere Rennen!

Für Sebastian Kislinger brachte dieses Rennen die Erkenntnis, dass er zu den schnellsten des österreichischen Nachwuchs‘ gehört. Im ersten Quali-Lauf fixierte er die absolute Bestzeit am blauen Kurs, wobei er den Start „verschlief“. Im 2. Quali-Run auf Rot reichte die Zeit trotz Riesenfehlers vor dem Ziel noch für den Gesamt 4. Platz in der Quali. Plötzlich war der „nobody“ in aller Munde! Auch wenn das Aus gleich in der ersten Runde des Finales nach Eigenfehler und in Führung liegend kam, der Groundspeed ist vorhanden!

Die alten Herren ließen sich nicht lumpen!

Kainz Sigi fuhr vor dem Masters Weltmeister Hannes Kocher aus dem Lungau den Sieg für die Lipizzaner heim. HP Kollegger stürzte nach starker Vorstellung im 2. Qualilauf kurz vor dem Ziel . Der Autor wurde durch diverse Ausfälle auf den dritten Platz nach oben „gespült“.

Auch auf der Simonhöhe war er wieder da! Der Gast, der sich nicht einladen lässt, der nur plötzlich spürbar wird, wenn OPEN MIND gepflegt wird – der legendäre BOARDERSPIRIT!

‚Hang loose, meet friends‘, wie es der Lateiner sagen würde…
Bernd Wieser

 

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