Saisonauftakt im Kühtai

Nach der Herbstvorbereitung waren alle heiß auf die ersten Rennen.

Saisonauftakt im Kühtai
Rennen im Kühtai

Am 1.12. – 2.12.07 standen im Kühtai je ein PSL auf dem Programm. Beide Rennen zählen zur Austria Trophy, welche heuer DER Schauplatz für den fortgeschrittenen österreichischen Rennnachwuchs sein wird. Hier wird um die Aufnahme in den Nachwuchs- und den B-Kader gefahren. Außerdem gibt es erstmals eine Masterswertung österreichweit.

Unsere erfolgreichen Musketiere , welche die Schüler I Klasse im letzten Jahr in Österreich dominiert haben, fahren heuer eine Klasse höher und sind damit in der Schüler II Klasse die Jüngsten. Trotzdem sind die Ziele, welche in Einzelgesprächen erarbeitet wurden, ambitioniert und durchaus hochgesteckt.

Michi Gmeiner, „Mayli“ Mayer und „Stiegl“ Stiegelbauer stiegen ausgeschlafen Samstag in aller Früh in den Bus, leider musste Luki Schneeberger wegen einer Darmgrippe w.o geben und zuhause bleiben.

Andrea Minarik und Sebastian Kislinger, unsere Jugendläufer, erhielten ab Radstadt Gesellschaft durch Nadine Koller von den Kreisch Indios, welche bei uns zustieg. Außerdem wollte Hans Peter Kollegger in der Masterswertung ein Wörtchen mitreden, was er dann auch tat, aber davon später.

Das Wetter am Samstag war super und der Start für die Schüler und Masters erfolgte pünktlich. Der Hang ist zwar kurz aber mit idealer Neigung um gecarvtes Racen zuzulassen. Die Organisation der Tiroler erwies sich als kompetent, aber durchaus locker. Die Schüler II Klasse war nicht nur die größte, sondern durchaus auch die stärkste. Deutlich wurde hier, wie schubweise die körperliche Entwicklung verläuft. Es treffen Leichtgewichte mit 40kg auf richtige Hünen, welche aber nur ein Jahr älter sind. Unsere Jüngsten fuhren trotzdem ordentlich mit:

Michi Gmeiner fuhr im ersten Lauf oben gut, aber mit einem Fehler unten, und im 2. Run genau umgekehrt. Wenn er seinen Valium-induzierten Start noch ablegt, ist mit dem Vorjahresgesamtsieger der Schüler I Klasse auch auch heuer zu rechnen. Ein 9. Platz und als Zweiterbester des 1994-er Jahrgangs gibt Hoffnung. „Stiegl“ fuhr phasenweise technisch hervorragend, schied im 1. Run leider aus, holte aber im 2. Lauf aus seinen 42kg das Optimum heraus.“Mayli“ fuhr zwei überraschend sichere Läufe, er ist erst ein Jahr bei der Truppe, hat aber im Herbst technisch große Fortschritte gemacht.

Richtig krachen ließ es Hans Peter Kolleger, der nach der Qualy die Masterswertung anführte.

Erst im Finale musste er sich geschlagen geben, wobei sein Gegner nicht aus der Masterstruppe, sondern aus der Allgemeinen Klasse stammte. Für die Austria Trophy Gesamtwertung bedeutet dies 100 Punkte.

Andrea fuhr ihr erstes FIS Rennen überhaupt, sie konnte sich sogar für den zweiten Lauf qualifizieren, indem sie unter die besten 32 fuhr und dies bei starker internationaler Beteiligung und der Anwesenheit des gesamten B-Kaders. Das gibt einige FIS–Punkte! Sebastian hatte mit einer 96-er Nummer eine reine Wannenpiste, welche keine Spitzenzeiten mehr zuließ, aber auch er wird sein FIS Punkte-Konto aufstocken.

Die Siegererhrung fand nach einem langen Renntag im Schneegestöber statt. Positiv anzumerken ist die nachgeholte Siegerehrung der letztjährigen Gesamtwertung Alpin der AT. Gmeiner Michi erhielt als Siegerpreis einen nagelneuen Rennanzug.

Das Rennen am Sonntag brachte diffuses Licht, aber etwas härtere Pistenbedingungen.

Mayli war DIE Überraschung, mit zwei guten Runs fuhr er als bester Lipizzaner auf Rang 8 in der Schüler II Klasse. Stiegl und Michi haben die lange Nacht nicht verkraftet und schieden aus.

Ein prompte interne Fahrerbesprechung noch im Zielraum, wurde dazu benützt, die Frustration positiv umzulenken, indem ein kurze medizinische Aufklärung über den Schlafbedarf von Spitzensportlern vor Wettkämpfen erfolgte. Die Bettruhe vor künftigen Rennen – insbesondere bei Auswärtsnächtigung – wurde einstimmig mit 22h festgesetzt !!

Andrea fuhr einen technisch sauberen ersten Durchgang, allerdings reichte es diesmal nicht für eine Platzierung unter den besten 32. Knapp vor Nadine Koller wurde sie beste aus dem Steirischen Kader. Sebastian erfing sich nach einem Fehler am 3. Tor doch noch, allerdings brach die Piste und machte ein solides Durchkommen schon zu einem Erfolg – es gibt wieder FIS Punkte.

Hans Peter fuhr am blauen Kurs eine Qualizeit, welche auch von den späteren Damenfinalistinnen nicht unterboten wurde. Aber auch der 2. Platz in der Masterswertung, machte ihn noch zum besten Mastersfahrer an diesem Wochenende und ein Gesamtsieg in der Gesamtwertung führt heuer sicher über Hans-Peter – Hut ab!

Nach langer Heimreise und verletzungsfreiem Renngeschehen freuen wir uns schon auf die nächsten Rennen mit sportlich orientiertem Schlafverhalten.

Hang loose & meet friends
Bernd Wieser

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