Sommertraining auf Paros 2011

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Dienstag, 19.07.2011

Mit einer „gemütlichen Yoga – Einheit“ wird der heutige Tag gestartet. „Viele Schmerzen am Morgen vertreiben Kummer und Sorgen“. Nach einer Stunde Powerstretching und 2 cm Längenzuwachs sollten wir uns doch Gedanken über unsere bisherige Intensität des Dehnungsprogrammes machen.

Frisch gestärkt vom Frühstück geht es direkt zur Wassersportschule, wo gleich mal der alljährliche Tube – Wettbewerb stattfand. Als Gewinner zeigt sich wieder einmal der „unzerstörbare“ Basti. Weiter geht es mit Paddeln, während ich als Skipperin des „Bacardi Love Boats“ (dem Trimaran von Bernd) dem Rest der Crew zu Karibikfeeling verhalf.

Während sich Basti und Luki beim Diabolo spielen heiße Duelle lieferten, liefen die Vorbereitungen für die Marillenknödel. Bevor es jedoch zum Essen kam, schwangen sich die 4 Athleten mit Bernd auf die Mountainbikes und absolvierten ein zweistündiges Intervalltraining bei Sonnenuntergang. Zur Auflockerung wurden 10 Längen Rückenschwimmen im Pool verschrieben, bevor es zum wohlverdienten Abendessen ging.

Liebe Grüße aus Paros,

Andi

Montag, 18.07.2011

Ich möchte im heutigen Tagesbericht das Lipizzaner-Trainingscamp von einer anderen Seite beleuchten. Ich bin als Senior-Lipizzaner und Ötzi-WM Teilnehmer beim Camp quasi als Motivator und Animateur tätig und gemeinsam mit Bernd und Monika für die Logistik zuständig. Doch beginnen wir der Reihe nach: Schon im Morgengrauen verabschieden sich meine Zimmerkollegen Luki und Arvid mit Handschlag bei mir, um nach einem kurzen Müsli-Frühstück gemeinsam mit den anderen Athleten und Trainer Christoph über Lefkes zum Sender zu biken. Aber auch wir sind nicht ganz untätig. Bernd bastelt bereits mit dem Gärtner an seiner Salzwasserpumpe, damit der Pool bald wieder vollgefüllt ist und die Mannschaft beim Sturz von der Slackline nicht im trockenen Pool landet.

Isi und Günther machen einen Morgenlauf, während Monika ihren Einkaufszettel schreibt und sich danach auf ihre tägliche Schwimmrunde direkt unten in der Bucht begibt. Da die Pumpenreparatur doch längere Zeit in Anspruch nimmt, bestreiten Monika und ich den täglichen Einkaufsmarathon, der wie meistens beim Fleischer beginnt.

Zwei Kilo Faschiertes für das Moussaka, aber auch Gurken, Tomaten bzw. eigenes Olivenöl von seinen 1600 Olivenbäumen stehen heute am Einkaufsplan. Heute geht’s recht zügig, wenn ich mit Bernd unterwegs bin, gibt es beim Fleischer immer ein ausführliches Gespräch über die aktuelle griechische Tagespolitik – und da gibt es ja momentan recht viel zu diskutieren…

Weiter geht die tägliche Einkaufsfahrt zur Bäckerei, wo gerade das herrlich duftende Brot aus dem Holzkohleofen herausgenommen wird und noch brennheiß in unserem Einkaufskorb landet. Beim Supermarkt DIA werden die Lebensmittel des täglichen Bedarfes gekauft, so brauchen wir heute ca. fünf Liter Milch, 30 Eier und so weiter.

Kiloweise Topfen, Eier en masse und Mineralwasser bunkern wir interessanterweise beim Gemüsehändler, unserer letzten Station. Die Augen des lustigen Obsthändlers leuchten  bereits, wenn er den Lipizzanerbus vorfahren sieht. Wenn wir dann noch kiloweise Orangen, Bananen, Pfirsiche, Salat usw. wegschleppen, verzieht sich sein Gesicht zu einem breiten Grinsen. Während des Abwiegens werden wir dann meist faustweise mit Kirschen verwöhnt. Nach unserer Rückkehr warten die hungrigen Athleten bereits in der Einfahrt und helfen uns die Lebensmittel ins Haus zu bringen. Bald darauf biegt sich der Tisch förmlich unter den frischen Köstlichkeiten der Insel, Zeit, um auch die Biketour nachzubesprechen.

Luki meint, es war Weltklasse, bis aufs langsame Entweichen der Luft im Reifen, er habe fast durchgedreht, zweimal aufgepumpt, aber er besitzt ja schließlich Übung vom Kitepumpen. Für Basti wars ein Spaziergang – „easy-cheasy-kisi“. Andreas Kommentar: „ Ab Costos gab’s keine Pause mehr, kurz vor dem letzten Anstieg war ich noch immer vorn, das konnten sich die Burschen nicht gefallen lassen, sind voll angegast und haben mich zum Schluss überholt. Sie lieferten sich dann ein hartes Match bis zum Gipfel, welches Basti vor Luki und Arvid gewann. Die herrliche Aussicht entschädigte uns für die Mühen des Aufstiegs.“ Luki meint verschmitzt: Wir hätten ja noch länger die Aussicht genossen, doch für einige Nonnen waren wir zu freizügig gekleidet, und so mussten wir fluchtartig den Berg verlassen. Für Arvid war es die erste Fahrt auf den Sender: “Es war voll super, meine Füße sind zwar gleich müd geworden, was wird das werden, hab ich mir gedacht, doch mit Fortdauer der Tour wurde es immer leichter! Vor allem, als die Antennen immer näher kamen, setzten wir zum Schlusssprint an und ich erreichte den dritten Rang hinter Luki und Basti.“ Christoph, der vierter wurde, meinte: „Ich hab bei meinem E-Bike erst zum Schluss den Motor zugeschaltet, da hätt’ ich fast einen Wheely gedreht und bin dann mit 25 km/h den Berg hinaufgedonnert“. Für Gerli wars zwar anstrengend, aber die Abfahrt war ein Wahnsinn, obwohl ihr bereits die Ellbogen wegen der schlechten Federung schmerzten.

Nach dem ausführlichen Frühstück steht Regeneration auf dem Programm. Luki zieht sich ins Zimmer zurück um Musik zu hören, Arvid betätigt sich als Poolboy, Gerli sitzt am Pool und liest, Basti taucht schon in den Pool ein und schwimmt ein paar Runden, während Andrea und Isi im Wohnzimmer die Lage bezüglich eines möglichen Fähren- und Taxistreiks diskutieren.

Doch die Ruhephase endet abrupt, als einige Freunde auftauchen, die sofort samt Kleidung die Slackline testen müssen und dabei platschnass werden. Nach kürzester Zeit entwickelt sich ein Slackline-Schaulauf, von Pirouetten, über Rückwärtsgänge bis zu Jonglierkünsten auf der Line reicht bald das Repertoire.

Nachdem sich alle ausgetobt haben und ohnehin kein Wind zum Kiten angesagt ist, wird der Beschluss gefasst, Klippen springen zu gehen. In Monastiri angekommen, werden sogleich die ersten Sprünge gewagt. Unterstützt von den Schlachtrufen der Freunde klettern die Athleten Stufe für Stufe höher bis zum letzten Felsvorsprung, der sich in ca. 15 Meter Höhe befindet. Zum allgemeinen Erstaunen stürzt sich Gerli ohne mit der Wimper zu zucken gleich vom höchsten Punkt in die Tiefe. Während es für die meisten bereits Routine ist, springt Arvid zum ersten Mal aus ca. 11 Meter Höhe in die Tiefe. Auch Isi springt erstmals von einer ca. 7 Meter hohen Klippe. Nach diesem Nervenkitzel geht es zurück zu unserem Basislager. Nun schmecken erst einmal die B(W)uchteln mit Vanillesauce von Monika, bevor es zum Pool geht und sich bald ein heißes Wasser-Volleyballmatch entwickelt, wobei die Slackline als „Netz“ gute Dienste leistet. In der Zwischenzeit werkelt Monika eifrigst an der Moussaka, die für ca. 30 Personen reichen würde. So endet dieser Tag wie immer bei einem gemütlichen Abendessen, viel Spaß und Lachen.

Hang loose und Huxely, Fritz

„Bergauf ist’ meistens hart und frustig, runter geht’s dann schnell und lustig.“

Sonntag, 17.Juli 2011

Auusschlaafen… denn am 7. Tage sollst du Ruhen. Und so wurde auch unseren inzwischen gestählten Körper bzw. gepeinigten Knochen endlich  eine wohl verdiente Erholungsphase gegönnt, die unsre Akkus für neue Kräfte und Schandtate aufladen ließ.

7.30h- nochmals Gähnen und Umdrehen, weiterschlafen.

9.30h – nun doch aus den Federn gekrochen.

Die Frühstücksorgie wird wie jeden Tag nicht ausgelassen. Dabei die alltägliche Schlüsselfrage – Wind???….0 Knoten.  Heute no hang loose, eher häng uma.

So werden entspannende Stunden am Pool verbracht, Slacklinen, Wasserballspiele und Kartendippeln bestimmen die mittagliche Hitze., während die Sportveteranen Fritz und Chris sich auf die Pirsch nach Naoussa aufmachten. Wohl abgelenkt von so mancher Badenixen und – haserl sollte man dabei die eigenen Drahtesel nicht aus den Augen verlieren – oder man findet sie wo anders als man sie ursprünglich geparkt hat. Aber auch wir, inzwischen auf einen Abstecher nach Naoussa, kamen auf unsere Kosten.

In Molos Schlammschlachten und Beautyprogramm mit Verjüngungskur durch Moorpackungen um dann abendlich zu Tisch Buchtelberge im Vanillemeer für das frühmorgendliche Bergradlfahren – Tagwache 5.45h –  zu tanken. Wie immer mundet es vorzüglich um heute früher als sonst müde ins Bett zu kugeln.

Kali nihta, Isabel

„Hörst du von Weitem, dass jemand „Huxely“ schreit, ist der Fritz bestimmt nicht weit.“

Samstag, der 16. Juli 2011

Frühstück, Laufen, Rumpfübungen, Stretching, Frühstücken waren ebenfalls wieder die Bestandteile unseres täglichen Vormittagprogramms, daraufhin machten wir uns wieder auf den Weg zu „unserem“ Kitestrand. Auf der Fahrt dorthin entsorgte Arvid zusätzlich zum Müll noch 4 „funktionierende“ Weingläser in der Mülltonne, obwohl diese noch für etwas Anderes bestimmt gewesen wären. Jedoch Glück im Unglück machten wir aus seiner Sicht einen Gewinn, da wir aus 4 Gläsern 6 machten. Logisch oder?!?

Schließlich am Strand angekommen, hatten wir noch ein wenig Zeit bevor der Wind für uns auffrischte. Währenddessen wurde Günther, der heute seinen 50ten Geburtstag feierte,  inklusive Sekt (wofür wir nun 6 Gläser hatten) im Hafen empfangen und ebenfalls unfreiwillig zum Kitestrand verschleppt. In Folge des Tages hatten nun alle Kiteneulinge alle Grundlagen des Kitens innerhalb 6 Tage gelernt und träumen bereits von neuen bzw. „höheren“ Zielen, sobald sie wieder ihre Kites starten dürfen.

Zum Ausklang des Tages kam die gesamte Mannschaft in den Genuss von Bernd’s Grillkünsten und durfte sich glücklich schätzen, dass nicht nur das Geburtstagskind mit einer Torte überrascht wurde.

Grüße aus Paradise, BASTI  „Kommt ein Surfer dir mal in die Quere – Fahr drüber, es sei ihm eine Lehre.“

Freitag, der 15. Juli 2011

Wie bereits an den vorangegangenen Tagen standen in der Früh wieder Lauf-, Sprung- und Sprint-Einheiten für die fünfköpfige Athletenschaft am Programm. Schnappball nannte sich das äußerst populäre Spiel, das nach circa fünf Minuten wegen zu großer Hitze abgebrochen werden musste. Nach dem Rumpfmuskulaturtraining war wieder das Frühstück unserer Köchin Monika das Highlight der Morgenstund.

Am Kitestrand legte sich vor allem Arvid ins Zeug. Höhe halten nannte sich das Zauberwort, das Arvid scheinbar locker umsetzte. Das für Kiter zünftige Einstandsbier schob Arvid auf die lange Bank. Vielleicht stößt er morgen mit uns an!?

Alle anderen waren nicht minder aktiv, neue Tricks wurden probiert, der eine mit mehr, der andere mit weniger Erfolg. Leider blieb Isabells Board unauffindbar!

Mit Lasagne und Bananeneis gelang Monika auch heute ein kulinarischer Höhepunkt. Respekt!!!

Bernds Ranch, Paros„The Ranger“

„Fliegt ein Hut in hohem Bogen, Fritz ist noch viel weiter g’flogen.“

„Machst du beim Bremsen einen Patzer, siehst du am Unterarm die Kratzer.“

Donnerstag, 14.07.11

Den vierten Tag im Trainingscamp starteten wir, wie üblich, mit dem morgendlichen Sportprogramm.

Da es schon der vierte Tag war, kamen bei der„Boardermeute“ erste kleine Schwächeanfälle zum Vorschein. Im Hinblick darauf machten wir eine Schnelligkeits-und Krafteineheit.

Danach ging es gestärkt vom darauffolgenden exzellent vorbereiteten Brunch von Monika nach Pounta zum Kiten. Am Kitestrand hatten wir großen Spaß und jeder testete seine eigenen Grenzen ein weiteres Mal aus.

Am Abend, wieder in „Bernados-House“ angekommen, wartete auf uns ein gedeckter Tisch mit leckeren Gerichten, welche abermals von Monika zubereitet worden waren.

Auf guten Wind und weiter tolle Tage im Trainingscamp,

hang loose Luki

„Wenn der Wind noch am Abend weht, wird’s mit dem Abendessen spät.“

Mittwoch, 13. Juli 2011

Wie immer ging es los mit einem kleinen Frühstück mit einem gesunden Müsli, dem anschließend ein „Morgenlauf“ nach Santa Maria folgte. Nach ein paar Sprungübungen ging es wieder zum schönen Haus von Bernd, um dort unsere Rumpfmuskulatur zu stärken. Nach etwas Dehnen ging es dann endlich nach  Pounta Beach zum Kiten. Zuerst gab es keinen Wind, jedoch um 3 Uhr konnten  Gerli und ich endlich aufs Brett. Der erste Anlauf ging im wahrsten Sinne des Wortes ins Wasser. Doch beim zweiten Mal konnte ich sogar ein wenig auf dem Wasser gleiten. Aber es sollte nicht länger so weitergehen und sogleich wieder ins Wasser und ich musste wieder zum Strand zurückkommen, was ein bisschen Durchhaltevermögen und Kraft benötigte. Zurück am Strand übergab ich den Kite an Gerlinde, die mit mir den Anfänger – Kurs machte. Kurze Zeit zum Verschnaufen, die ich nutzte, um Basti, Luki, Andi, Bernd, Isabel und Christoph bewundernswert zuzusehen, wie sie ihre Kites durch die Lüfte gleiten ließen. Sogar unser alter Hase Fritz kam richtig ins Fahren. Danach konnte ich mit Bernd und Isabel mit den E – Bikes zurück zum Haus fahren, was sich als sehr anstrengend bewies. Dann gab es wieder einmal ein großes Festmahl von Monika, die uns wirklich wie Götter verköstigte. Solche Tage muss man erlebt haben, um zu verstehen, was das für eine Anstrengung ist. Aber im Großen und Ganzen war es ein erfolgreicher, aber auch ein sehr anstrengender Tag.

Auf weitere Tage auf der wunderschönen Insel Paros,

Arvid

„Hörst du beim Haus ein Ächzen und Stöhnen – Denk nicht schlecht – Die Lipizzaner sind beim Dehnen.“

Dienstag 12.07.2011

Um 8 Uhr in der Früh ging es mit einem leichten Frühstück los, um genug Energie für das Frühtraining zu haben. Die Burschen sind laufend, die Mädchen Rad fahrend zum Strand gekommen. Dann kam das ABC Training von Christoph, um anschließend wieder zum Haus zurück-zulaufen/zu fahren wo noch  ein Training, speziell für die Rumpfmuskulatur, absolviert wurde. Danach erwartete uns schon ein herrliches Frühstück, damit wir wohl auch stark genug für den Tag am Kitestrand sind. Dort angekommen, ging die Trainingsstunde für Arvid und Gerlinde gleich los, der Rest der Lipizzanergruppe schwang sich sogleich aufs Board, um den herrlichen Wind auszunützen. Kites wurden getestet, Sprünge erfolgreich probiert, alle konnten am Ende des Tages zufrieden das herrlich warme Wasser verlassen. (Gerli)


„Ist in der Steiermark das Wetter schön, kannst du auf Paros prima kiten gehen.“

Montag, 11.07.2011

Endlich!!!… erreichten wir völlig erschöpft Paros =)… um den Wind (der uns von der Fähre schon bekannt war) ideal zu nutzen, fuhren wir nach einer kurzen Pause gleich an den Kitestrand, damit unsere „Neulinge im Kiten“ vollkommen durchstarten konnten. Die ersten Eindrücke wurden bei einem wundervollen gemeinsamen Essen nachbesprochen. Nun geht es endlich ins Bett =)…. (Andrea)

“Luki ist der beste kite-assistant – first class, that’s why Fritz is such a kiting-ace.”

Sonntag, 10.07.2011

Um 13 Uhr starten wir von Patras Richtung Olympia. In größter Hitze angekommen mussten wir feststellen, dass aufgrund der finanziellen Umstände die gesamte Anlage nur bis 15:00 geöffnet hatte. Wir ließen uns die Laune jedoch nicht verderben und veranstalteten unsere eigenen olympischen Spiele – ohne Todesfälle. Nach einem „coolen Zuckerschock“ ging es an den Strand, im Anschluss ließen wir den Abend bei einer ausgezeichneten Taverne bei Tholo ausklingen.(Andrea)


Samstag, 09.07.2011

Samstags um 0:45 hieß es Abfahrt Richtung Paros. Diesmal ging die Anreise mit der Fähre über Ancona nach Patras. Nach einer sehr kurzen Nacht überstanden wir auch die 8 Stunden Autofahrt und begaben uns auf die relativ volle Fähre. Schlussendlich fanden wir auch einen halbwegs annehmbaren Schlafplatz. (Andrea)

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