STARTNUMMER 117 und die ACKERFURCHEN

Plädoyer einer Bandscheibe… [Autor: Bernd Wieser]

Als Bandscheibe zwischen dem 5. Lendenwirbel und dem Kreuzbein trägt man die ganze Last der Kollegen über einen – und zwar ein Leben lang.

Wenn man dann noch das „Glück“ hat, in einem Körper installiert zu sein, dessen Gehirn unter Boardermanie leidet, ist man des öfteren doch gezwungen, aus dieser komprimierenden Stresssituation Richtung Rückenmark oder eine der beiden Nervenwurzeln nach rechts oder links auszuweichen. Das bringt nicht nur den Vorteil einer momentanen Entlastung, sondern man kann dem „Boarder-erkrankten“ Hirn über die Schmerzrezeptoren einiges zurückzahlen.

Am schlimmsten sind die Rennwochenenden:
Schon freitags beginnt man um Niederschlagsfreiheit zu beten, um klare kalte Nächte, um nüchterne Pistengerätfahrer, um orthopädische Kurssetzung, um eine niedrige Startnummer und um ein RUTSCHKOMMANDO auf ZWEI Brettern mit möglichst hoher Frequenz!

Auch wenn das Wetter nicht beeinflussbar ist, fordere ich für alle Bandscheibenkollegen in meinem, aber auch in jüngeren Athletenbodies eine weniger ärztefreundliche Rennorganisation!

Die volle Unterstützung auch der jüngsten Bandscheibe ist uns sicher, wenn auch noch nicht aus medizinischen Gründen: Man will ins Nationalteam und nicht zur Landjugend-Olympiade! Wobei gerade die Landjugend durchaus positiv erscheint, aber als Racer-Zwischenwirbelscheibe hat man andere Prioritäten als einen Pistenacker umzupflügen!

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