Aeolos verwöhnt die Lipizzaner

Intensiv-Trainingscamp der Lipizzaner auf der griechischen Insel Paros.

Aeolos verwöhnt die Lipizzaner

Wie schon im letzten Sommer begannen die Ferien für Andrea Minarik, Basti Kislinger, Martin Paier und Luki Schneeberger alles andere als gemütlich:

Nach Schulstress, UNI und einer 2-monatigen Vorbereitungsphase im Grundlagenausdauerbereich war under dem LK-Trainer Chris Rothwangl(damals 39) eine Woche Intensivtraining unter griechischer Sonne angesagt. Leider mußte Michi Gmeiner wegen eines Muskelfaserrisses kurzfristig seine Teilnahme absagen. Michi Stiegelbauer konnte sich wegen mangelnder schulischer Erfolge nicht für eine Teilnahme qualifizieren.

Basti, Andrea und Monika Kislinger, welcher ich hier herzlichst für ihre fantastische und äußerst gesunde kulinarische Betreuung danken möchte, reisten mit der Autofähre via Venedig an, während der Rest des Teams den Luftweg bevorzugte.

Das Sensationelle war allerdings das Windpaket, welches im Handgepäck mitreiste. Nach 16(in Worten: sechzehn!!) windlosen Tagen kehrte der Windgott nach Paros zurück. Ob die Ursache das heftige einwöchige Weinopfer mit dem Winnerteam der ÖTZI-WM war oder schlichtes Wetterglück waltete – auf www.windguru.com dominierte jedenfalls die Farbe Rot !! Basti und Andrea nutzten den Vorteil der mittäglichen Ankunft und gingen mit dem Kitehungrigen Hausherrn vor dem Auspacken gleich ein paar Stunden aufs Wasser.

Den mitternächtlichen Nachzüglern zauberte Monika ganz nebenbei noch ein Sportlermenü auf den Tisch.

Die morgentlichen Intensiveinheiten wurden durch ein erstes Müslifrühstück heuer deutlich besser verarbeitet, was aber auch auf ein seriöses Arbeiten der vier teilnehmenden Athleten in den ersten beiden Monaten der Vorbereitung hinweist. Hochachtung vor Martin, der trotz beruflichen 8-Stunden-Tag unseren LK-Trainer Chris zu Extraeinheiten aufforderte.

Nach einem 2. Frühstück wurden sämtliche koordinativen Einheiten aufs Kiteboard verlegt. Jeder schraubte seinen persönlichen Level deutlich nach oben, außer der Autor, welchem der Backloop mit Kiteloop nach wie vor nur unabsichtlich gelingt!

Am Abreisetag wurde die Windstille noch genützt, um auch das persönliche Limit beim Klippenspringen im wahrsten Sinn des Wortes in die Höhe zu schrauben. Das Team gab dem Obmann die einzige richtige Antwort, nachdem dieser dem ersten Springer aus 2o m einen Euro pro Höhenmeter versprach:

Basti, Luki und Martin sprangen zugleich den ersten Sprung und legten eine Rechnung über 60 Euro!

Aber auch Andrea ließ sich in 18 m Höhe nicht lange bitten, ebenso wie Chris, der den ehemaligen Weltcupgrößen Kalti und Krassnig nicht nachstehen wollte, und wie diese eine Woche zuvor vom höchsten Punkt sprang!

Das letzte sportliche Highlight war ein Mann gegen Mann (Frau) tuben. Dimitris Kourtelis lud die Lipizzaner wieder hinter eines seiner PS-starken Boote. Wer als erster von seiner Tube fällt, fährt im kleinen Finale, die Winner im großen!

Hut ab vor Andrea hier wurden keine Touristen befördert – es glich einem Hardcore-Rodeo, wobei Manolis, der Bootspilot, wohl den meisten Spass an der Sache hatte. Als Trainer bleibt mir anzumerken, dass die Eigenverantwortung der einzelnen Teamrider deutlich gewachsen ist, als Mentor dieser großartigen jungen Menschen hofft man, im gleichen Maße charakterlich mitzuwachsen!

Thanks to Dimitris, thanks to Konstantinos und Georgos from Paroskite-Procenter and at least thanks to Mr. Aeolos!!

Next year same station
Bernd Wieser

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